Polonnaruwa
Die in der nördlichen Zentralprovinz liegende Kleinstadt Polonnaruwa war die zweite glanzvolle Stadt des singhalesischen Reiches. Unter Parakramana Bahu I., einer der bedeutendsten Herrschergestalten (1153-1186), erlebte die Stadt ihre Blütezeit. Mit seinen prachtvollen Bauten prägte er das Aussehen der Stadt. Die heute noch erhaltenen Bauwerke sind Überreste aus der Regierungszeit, wo zahlreiche Parks, Gärten, Paläste, Tempel und Schreinen die Stadt schmückten. Ein gut ausgebautes Kanalsystem und ein künstlich angelegter See (Parakrama Samudra) sicherten damals die Wasserversorgung. Im 19. Jh. wurde die Stadt Polonnaruwa durch Archäologen wieder entdeckt und 1935 zur Besichtigung freigegeben. Der archäologische Park zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Polonnaruwas zählen der Palast des Königs Parakrama Bahu I., ein mächtiger Kolossalbau, in dem sich einst 1000 prunkvoll ausgestattete Räume befanden, sowie der Felsentempel Gal Vihara. Vier monumentale Buddhastatuen wurden hier aus dem Felsen herausgehauen. Sie zählen zu den Meisterleistungen der Bildhauerkunst auf Sri Lanka.
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